Meteorologin und Meteorologe
Letzte Aktualisierung: 16.06.2025
Tätigkeit / Aufgaben
Die Meteorologie ist die Wissenschaft von der Erforschung der Erdatmosphäre mit naturwissenschaftlichen Methoden. Die Auswertung von Wetterdaten und die Simulation von Wetter- und Klimavorgängen gehört zu den Hauptaufgaben von Meteorologinnen und Meteorologen.
Wettermeldungen und Wetterprognosen in Zeitungen, Rundfunk, Fernsehen, Internet, mit lokalen und internationalen Temperaturangaben, mit den Werten zur Luftqualität und anderen Details wie Wetterkarten, Satellitenbilder über die Großwetterentwicklung, Radarmessungen von Niederschlägen, Windverhältnisse usw. werden sowohl von Privatpersonen als auch von Ämtern, Behörden, Betrieben usw. genutzt.
Um diese zur Verfügung stellen zu können, bearbeiten Meteorologinnen und Meteorologen große Datenmengen mit komplexen Anwendungsprogrammen und verschiedenen Berechnungsmodellen, beobachten die Natur und werten Wetterstatistiken aus. Sie erstellen Wetterberichte als Text oder Grafik und schaffen durch ihre Tätigkeit wichtige Grundlagen für verschiedene Bereiche wie die Flugsicherheit, die Seeschifffahrt, die Verkehrssicherheit, die Landwirtschaft, den Umweltschutz, den Katastrophenschutz, den Berg- und Wassersport, den Einsatz alternativer Energie (Windkraft, Sonnenenergie) u.a. Sie überwachen die Wetterlage kontinuierlich, um rechtzeitig Warnungen vor Sturm, Gewitter oder Starkregen herausgeben zu können. Zudem forschen sie zu besonderen Wetterphänomenen und Klimaentwicklungen. Dabei wird die Verwendung von Künstlicher Intelligenz (KI) zunehmend wichtiger.
Sie verfassen Pollenberichte und messen die Schadstoffbelastung der Luft und stellen so wertvolle Daten für die menschliche Gesundheit zur Verfügung.
In der Industrie wirken sie z. B. an der Entwicklung von meteorologischen Messinstrumenten mit.
Weitere Tätigkeitsfelder sind die wissenschaftliche Forschung und die Lehre an Universitäten. Dabei ist die internationale Vernetzung äußerst wichtig.
Berufsanforderungen
Gute Beobachtungsgabe und naturwissenschaftliches Interesse, logisch-analytisches Denken, Interesse an Informationstechnik und Statistik, Bereitschaft zu interdisziplinärer Zusammenarbeit, gute sprachliche Ausdrucksfähigkeit
Ausbildung
Hochschule/Universität
Italien:
- Laurea (3 Jahre) der Studienrichtung "Scienze e tecnologie fisiche" (Curriculum: "Fisica dell'atmosfera, Fisica del clima" oder "Meteorologia") ;
aufbauend darauf: - Laurea magistrale (2 Jahre) im entsprechenden Bereich. Vereinzelt können auch Fachrichtungen aus anderen Studienbereichen gewählt werden;
Informationen zu den Studiengängen
Österreich:
- Bachelor (3 Jahre) und Master (2 Jahre) in Meteorologie oder Atmosphärenwissenschaften;
Informationen zu den Studiengängen
Anerkennung:
Für einen im Ausland erworbenen Studientitel muss in Italien um die Anerkennung angesucht werden, um z.B. eine Arbeitsstelle im öffentlichen Dienst oder eine Eintragung ins Berufsalbum zu ermöglichen. Infos dazu bei der Studieninformation Südtirol
Berufsausübung, Arbeitsmöglichkeiten
Öffentliche Verwaltung
Im Amt für Meteorologie und Lawinenwarnung der Landesverwaltung.
Für eine Anstellung in der öffentlichen Verwaltung (ausgenommen Unterricht) braucht es den Zwei- oder Dreisprachigkeitsnachweis C1 oder entsprechende Diplome oder Zertifikate. Die Voraussetzung für eine unbefristete Aufnahme ist das Bestehen eines öffentlichen Wettbewerbes.
Privatwirtschaft
Vereinzelt: Meteorologische Dienste von Medien, geowissenschaftliche Forschungsinstitute, Wetterwarten, Betriebe, die meteorologische Messinstrumente herstellen, Umweltinstitute, Flugsicherungsunternehmen. Eine internationale Ausrichtung ist notwendig.
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Verwandte Berufe
Kontaktadressen / Weitere Informationen
Amt für Meteorologie und Lawinenwarnung der Autonomen Provinz Bozen
Associazione Italiana di Scienze dell'Atmosfera e Meteorologia - AISAM
Associazione Meteo Professionisti - AMPRO
Weitere Berufsbeschreibungen findet man unter:
Atlante del lavoro Italia
Schweizer Verband für Berufsberatung
Arbeitsmarktservice Berufslexikon Österreich
Bundesagentur für Arbeit Deutschland