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Fotografin und Fotograf

Letzte Aktualisierung: 29.06.2026

Tätigkeit / Aufgaben

Fotografinnen und Fotografen halten mit der Kamera Eindrücke von Menschen, Landschaften, Tieren, Pflanzen, Ereignissen sowie von Gegenständen im Innen- und Außenbereich fest und bearbeiten sie. Fotografinnen und Fotografen tun aber weit mehr, als den Auslöser zu drücken. Ihre Rolle besteht darin zu entscheiden, was gezeigt werden soll, welche Atmosphäre bzw. Emotion vermittelt werden soll, welche Nähe bzw. Distanz zum Motiv notwendig ist, um das bestmögliche Bild zu erhalten.
Nach Absprache mit den Kundinnen und Kunden planen Fotografinnen und Fotografen Fotoshootings und bereiten diese vor. Dafür wählen sie den passenden Ort und die geeignete technische Ausrüstung wie Kameras, Datenträger und Stative. Weiters achten sie auf die Lichtverhältnisse und den Hintergrund. Nach der Aufnahme der Motive bearbeiten sie die Bilder mit spezifischer Bildbearbeitungssoftware. Häufig werden die Fotos ausgedruckt, vervielfältigt, verkleinert oder vergrößert sowie Fotobücher angefertigt. Auch das Warten und die Pflege der technischen Geräte und die Archivierung und Verwaltung der Bilder gehört zu ihren Aufgaben.
Fotografinnen und Fotografen können in verschiedenen Bereichen, wie etwa in der Porträtfotografie, Werbefotografie, Pressefotografie, Natur- und Landschaftsfotografie, Modefotografie usw.  tätig sein.
Vereinzelt stellen Künstlerinnen und Künstler ihre Werke in Galerien aus und nehmen an Wettbewerben oder Stipendienprogrammen teil.
Der Beruf der Fotografinnen und Fotografen verändert sich zunehmend durch KI, wobei KI-Technologien sowohl Chancen als auch Herausforderungen mit sich bringen. Viele Routineaufgaben, wie retuschieren, Helligkeit, Kontrast und Farben anpassen, Hintergrundentfernung usw., können automatisiert werden. Dadurch werden Arbeitsprozesse beschleunigt und Kosten gespart.
Andererseits kann der vermehrte Einsatz von KI zu einer Bedrohung der Originalität führen. Die Leichtigkeit, mit der KI Bilder erzeugen kann, kann zur Verzerrung des individuellen Stils der Fotografinnen und Fotografen führen. Außerdem entstehen ethische und Datenschutzfragen. Die Gewährleistung der Authentizität von Bildern wird zunehmend von Bedeutung.

Berufsanforderungen

Gute Beobachtungsgabe, Kreativität, Kontaktfähigkeit, technisches Geschick, gutes räumliches Vorstellungsvermögen

Ausbildung

Lehre

  • Zugangsvoraussetzungen:
    Alter: 15 - 24 Jahre und 364 Tage,
    Abschlussdiplom der Mittelschule
  • Dauer: 4 Jahre
  • Lehrvertrag und praktische Ausbildung in einem Fotoatelier
  • Besuch der Berufsschule (Blockunterricht) an der Fachberufsschule für Fotografie, Optik und Hörakustik in Hall in Tirol (Österreich), da in Südtirol keine entsprechende Fachklasse in deutscher Sprache angeboten wird
  • oder der Berufsschule Einaudi in Bozen (in italienischer Sprache; keine eigene Klasse, sondern gemeinsam mit den Grafikerinnen und Grafikern);
  • Abschluss der Ausbildung durch Lehrabschlussprüfung

oder

Hochschule/Universität

Österreich:

  • Diplomstudium (4 Jahre) oder Bachelor (3 Jahre) und Master (2 Jahre) im Bereich Fotografie;
    Informationen zu den Studiengängen

oder:

Sonstiges

Italien und Österreich:
1-3 jährige Ausbildungen in den Bereichen Fotografie und/oder visuelle Medien an privaten oder öffentlichen Bildungseinrichtungen.

Berufsausübung, Arbeitsmöglichkeiten

Privatwirtschaft

Fotoateliers und -geschäfte, Werbeagenturen, Verlage, Presseagenturen

Selbstständige Tätigkeit

Eröffnung eines eigenen Betriebes

Verwandte Berufe

Kontaktadressen / Weitere Informationen

Berufsgemeinschaft der Fotografen im Landesverband der Handwerker (LVH)
Vereinigung der Berufsfotografen
Associazione nazionale fotografi professionisti

Weitere Berufsbeschreibungen findet man unter:

Atlante del lavoro Italia
Schweizer Verband für Berufsberatung
Arbeitsmarktservice Berufslexikon Österreich
Bundesagentur für Arbeit Deutschland