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Italienischsprachige Schulen: Fokus auf digitale Kompetenzen und KI

02.01.2026, 11:59

KI und digitale Kompetenzen werden in den Lehrplan integriert - Landesrat Galateo: "Wollen Kreativität und Verantwortung in Schulen weiter fördern"

Den Leitlinien der italienischsprachigen Bildungseinrichtungen in Südtirol folgend setzt die italienische Schule künftig auf die Stärkung der digitalen Kompetenzen von klein an. (Foto: Unsplash. Das Foto darf nur im Zusammenhang mit dieser Aussendung verwendet werden.)
Den Leitlinien der italienischsprachigen Bildungseinrichtungen in Südtirol folgend setzt die italienische Schule künftig auf die Stärkung der digitalen Kompetenzen von klein an. (Foto: Unsplash. Das Foto darf nur im Zusammenhang mit dieser Aussendung verwendet werden.)

BOZEN (LPA). Ab September 2026 greifen in den italienischsprachigen Bildungseinrichtungen in Südtirol die neuen Leitlinien "La Scuola che vogliamo – Un mondo che cresce con noi". Ein wichtiger Bestandteil des programmatisches Dokuments ist die Stärkung der digitalen Kompetenzen und der verantwortungsbewusste Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI). Die Arbeitsgruppe "Athena" rund um Koordinator Fabio Furciniti erarbeitet im laufenden und im kommenden Schuljahr ein operatives "Vademecum", das praktische Hinweise und Leitlinien für die Integration von KI in den Unterricht enthalten soll. Dabei werden ethische Aspekte ebenso eingebaut wie rechtliche, neben dem Einsatz im Unterricht soll auch die Einführung von automatisierten Abläufen in der Schulverwaltung analysiert werden. Themen wie der Schutz der Privatsphäre, Datenschutz oder die digitale Integration von Schülerinnen und Schülern mit Behinderungen finden dabei ebenfalls Berücksichtigung. 

"Schulen müssen lehren, wie künstliche Intelligenz verstanden werden kann, und nicht nur, wie man sie einsetzt", sagt der Landesrat für italienische Bildung, Marco Galateo. Damit versetze man Kinder und Jugendliche in die Lage, Entscheidungen selbstständig zu treffen und diese nicht nur auszuführen. "Wir wollen eine kritische und bewusste digitale Kultur aufbauen, die Kreativität und Verantwortung schätzt", sagt Galateo. 

Der neue Ansatz, digitale Kompetenzen zu stärken, startet bereits in der Grundschule und zieht sich durch alle Schulstufen. Auch in die Ausbildung der Lehrkräfte wird der Ansatz einfließen. "Südtirol wird eine der ersten Provinzen im gesamten Staatsgebiet sein, das Ausbildungsmodule zur künstlichen Intelligenz einführt, die an jede Schulordnung angepasst sind. Das Projekt Athena ist ein konkreter Leitfaden für einen intelligenten, ethischen und humanen Einsatz von Technologie", betont Hauptschulamtsleiter Vincenzo Gullotta.

tl/ck